Für Inklusion, gegen das Wegsperren

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AKL kritisiert geschlossene Unterbringung in der Kinder- und Jugendhilfe

Beschluss des AKL-Länderates vom 17. August 2013 in Hannover

(zuvor beschlossen vom LandessprecherInnenrat der AKL Niedersachsen am 6. August 2013)

1. Die sofortige Inobhutnahme der Kinder und Jugendlichen in der Haasenburg GmbH ist erforderlich (gesetzlicher Schutz, um eine Kindeswohlgefährdung abzuwenden), sie müssen aus dem Heim zurückgeholt werden.

2. Die Linke lehnt die geschlossene Unterbringung in der Kinder- und Jugendhilfe ab. Erziehung ist nur in Freiheit möglich. Es ist Aufgabe der Jugendhilfe geeignete Hilfen ohne Freiheitsentzug zu schaffen. Seit 2000 ist die gewaltfreie Erziehung im Bürgerlichen Gesetzbuch verankert, das gilt erst recht für Heime der Jugendhilfe.

3. Der Gedanke der Inklusion lässt es nicht zu, dass Kinder und Jugendliche in Heimen weggesperrt werden. Eine Teilhabe an der Gesellschaft wie Besuch einer öffentlichen Schule ist die Grundvoraussetzung für eine Entwicklung zur Eigenverantwortung in dieser Gesellschaft.

4. Wir begrüßen den Beschluss der LAG NDS und Hessen und der BAG Selbstbestimmte Behindertenpolitik zu diesem Thema: Der SprecherInnenrat gibt folgende Erklärung zur Haasenburg ab: Artikel 1 GG lautet: Die Würde des Menschen ist unantastbar…Die LAG Selbstbestimmte Behindertenpolitik DIE LINKE. im Landesverband Niedersachsen ist gegen Gewalt und Entwürdigung insbesondere als Mittel der Erziehung. Deshalb verurteillen wir auf das Schärfste die geschlossene Unterbringung von Jugendlichen überall, nicht nur in der Haasenburg und fordern alle zuständigen staatlichen Stellen aber auch alle privaten Betreiber auf, sich sofort an die unverrückbaren Grundsätze von Solidarität, Selbstbestimmung und Menschenwürde zu halten.Eine Inobhutnahme der Jugendlichen in Familien ist ein Beitrag zu Inklusion und muß in den jeweiligen Bundesländer sofort ermöglicht werden.Seperation lehnen wir ab!

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