Der Kompromisskandidat lässt die Muskeln spielen

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Ist Höhn noch der richtige Mann? – Eine Stellungnahme der AKL Sachsen-Anhalt

Sprecherrat der AKL Sachsen-Anhalt
So langsam scheint es ein Ritual im FDS in der LINKEN zu werden, dass man ausgerechnet vor den Wahlen zum Bundestag noch einmal richtig Ärger machen muss. Und irgendwie kommt man immer wieder auf den Punkt, dass sich immer die gleichen Personen dabei in den Vordergrund rücken. Ob nun als Landesvorsitzender im Landesverband Sachsen–Anhalt oder jetzt als Bundesgeschäftsführer, Gen. Höhn kann es wohl nicht lassen. Und eigentlich sollte man davon ausgehen können, dass Höhn im Karl–Liebknecht-Haus auch noch etwas dazu gelernt hat und endlich einmal begriffen hat, dass er für die gesamte Partei da sein muss. Aber die Hoffnungen waren wohl umsonst.
Neben der Zentralisierung hat er ja das Umwandeln des Landesverbandes von einer Kümmerer–Partei in eine reine Mandatsträgerpartei geschafft. Dass er noch immer keinen Ministerposten bekommen hat, lag in der Endkonsequenz ja nicht am Wahlergebnis des Landesverbandes, sondern an der Blödheit der SPD in Sachsen–Anhalt, zum Glück. Sein Demokratieverständnis innerhalb des Landesverbandes hat schon lange seinen verschobenen Höhepunkt erreicht und gipfelt nun in einer Unruhe, die es so im Landesverband noch nie gegeben hat. Und die Basis ist unzufrieden mit dem Umgang der Landesführung mit der Basis, dem Umgang bei der Kandidatenfindung und deren Wahl und überhaupt mit dem Zustand im Landesverband. Nur hat das Gen. Höhn immer noch nicht verstanden.
Aber wie auch, wenn man einem 20 Jahren alten Filz aus dem Netzwerk des FDS entstammt, kann wohl nichts besseres herauskommen. Und so ist es sicherlich nichts Neues, dass ausgerechnet der Bundesgeschäftsführer seine Muskeln spielen lassen möchte und dann der Jungen Welt, wie in Sachsen–Anhalt schon üblich, einen Stand zum Bundesparteitag untersagt.
Dass ein Linker auch einmal eine Dummheit macht, kann man durchaus verstehen. Aber wenn der Bundesgeschäftsführer in die Pressefreiheit eingreift und aus Gründen, die einfach nicht nachvollziehbar sind, einem linken Presseorgan den Zugang zur LINKEN verweigert, dann gibt das schon zu denken. Wenn dann noch herauskommt, dass er einer Anweisung der Parteiführung widerspricht und sich weigert eine Kündigung auszusprechen, dann sei die Frage gestattet, ob Gen. Höhn an dieser Stelle noch der richtige Mann ist.
Anpassung ist endlich gefragt und zwar eine Anpassung an die Realität der verschiedenen Strömungen der Partei und an deren Interessen und endlich ein Denken an die Gesamtpartei. Wer jetzt noch glaubt nur der Osten könnte alles stemmen und das FDS wäre die Lösung aller Probleme, der sollte sich einmal mit der Realität in den ostdeutschen Landesverbänden beschäftigen. Und wer bei derzeitigen Umfragewerten der LINKEN in Sachsen–Anhalt noch behauptet, es ist alles in Ordnung, der sollte endlich einmal aufwachen aus seinem Dornröschenschlaf.Sprecherrat der AKL Sachsen-Anhalt

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