Wie aus Siegerinnen Verliererinnen gemacht werden sollen
Die wochenlange Medienkampagne nach dem Wahlerfolg der Linken in Berlin war erfolgreich. Zumindest wenn es nach dem Sondierungsteam geht, das Die Linke in den Gesprächen mit SPD und Grünen vertreten hat. Das verabschiedete Papier ist ein Schlag in die Magengrube für alle in der Partei, die solidarisch mit den Menschen in Palästina sind und die sich erhofft hatten, dass mit der Linken eine widerständige Kraft ins Abgeordnetenhaus eingezogen ist.
Stellungnahme des Bundessprecher:innenrates der Antikapitalistischen Linken
Bis dahin hatte die Kommunikation der Partei zum Teil Hoffnung gemacht. Der inflationär vorgetragene Vorwurf des Antisemitismus wurde als das benannt, was er ist: Eine Instrumentalisierung, um die Durchsetzung des Programms, insbesondere der Enteignung von Immobilienkonzernen, zu verhindern. Der Hintergrund des “Clan-Skandals” wurde transparent gemacht, auch wenn wir uns gewünscht hätten, dass die Partei stabiler an der Seite ihres Genossen Ferat steht.
Während in Frankreich hunderttausende Schüler:innen auf die Straße gehen, die Medien sich auf jede brennende Mülltonne stürzen und die Bewegung als gewalttätig diffamieren, steht La France Insoumise (Unbeugsames Frankreich) zu seinem Namen und unbeugsam an der Seite der Bewegung und sagt, von wem die Gewalt wirklich ausgeht: Vom Staat und der Polizei. Mal wieder wünscht man sich französische Verhältnisse, auch in der Linken. Jetzt wurde sich doch wieder – ganz deutsch – die Bahnsteigkarte gekauft, weil man vor der großspurig angekündigten Besetzung des Bahnhofs Angst bekommen hat, kontrolliert zu werden.
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