Konsequente Friedenspolitik nach innen und nach außen

Gegen Faschismus, Rassismus und Krieg

Die konsequente Ablehnung von Militäreinsätzen, einschließlich solcher mit UN-Mandat, war und ist Teil der Programmatik der Linkspartei. Das Abstimmungsverhalten einiger Bundestags- und Europaabgeordneter und einzelne öffentliche Äußerungen zeigen allerdings, dass dieses klare friedenspolitische Profil im Prozess der Parteineubildung infrage gestellt wird. Solche Bestrebungen werden unter anderem damit begründet, dass die WASG hierzu noch keine klare Positionierung habe. Allerdings fällt auf, dass es bei den Abstimmungen insbesondere Vertreterinnen und Vertreter der Linkspartei waren, die das Parteiprogramm in diesem Punkt offenbar bereits für aufgehoben halten.

Unser Ziel muss es sein, das konsequente Nein zu Militäreinsätzen jedweder Art zu verteidigen und es auch im neuen Parteiprogramm zu verankern. Soziale Gerechtigkeit und klare friedenspolitische Grundsätze, zu denen auch die Unterstützung internationaler Solidaritätsprojekte gehören muss, sind untrennbar. Beide haben gemeinsame Gegner: Globale Ungleichheit, Ausbeutung, Profitdominanz. Mit der Absage an eine klare Friedensperspektive wäre auch die soziale Alternative infragegestellt.

Zudem werden wir uns auch nach innen für eine friedliche Gesellschaft einsetzen. Protest und Widerstand gegen zunehmenden Rassismus, Faschismus und Sexismus, gegen die Ausgrenzung von Migrantinnen und Migranten, gegen Abschiebungen sowie gegen die Hochrüstung des staatlichen Repressionsapparates – beispielsweise durch Bundeswehreinsätze im Inneren - muss mobilisiert und gestärkt werden. Für eine starke Linke und für den weiteren Parteibildungsprozess müssen diese Themen von zentraler Bedeutung sein. Wir setzen uns in diesem Zusammenhang unter anderem zum Ziel, im Parteiprogramm der neuen Linken Forderungen wie gleiche Rechte für alle Menschen in Deutschland, die Wiederherstellung des Grundrechts auf Asyl oder die Abschaffung der Geheimdienste zu verankern.

Diskussionsbeiträge, Texte und Materialien zu diesem Schwerpunkt:



10.08.2010: Offener Brief von Norman Paech an den israelischen Botschafter in Berlin
Israelische Regierung will den Fall Firas Maraghy zum Beispiel ihrer Politik der Entarabisierung Ostjerusalems machen.
Norman Paech
27.07.2010: Raus aus Afghanistan - rein in den Sudan?
Empörung über LINKE-Enthaltungen bei Abstimmung über Bundeswehr-Einsatz
Carsten Albrecht
14.07.2010: Offene Antwort an Petra Pau auf ihren Brief an die Bremer Jüdische Gemeinde
Free Gaza war, ist und bleibt notwendig!
Annette Groth, Inge Höger, Norman Paech
14.07.2010: Humanitäre Hilfsorganisation wie Terroristen behandelt
Eindrücke von der Pressekonferenz der verbotenen IHH
Carsten Albrecht
12.07.2010: Außenpolitik der EU wird weiter militarisiert
Europäische Union bekommt Auswärtigen Dienst. Klassische Entwicklungshilfe vermischt sich mit Kriegseinsätzen. Ein Gespräch mit Tobias Pflüger
04.07.2010: Menschen- und Völkerrecht sind unteilbar
Positionspapier für eine Neubewertung des Nahostkonflikts, der deutschen Verantwortung und eine gerechte Friedenspolitik
26.06.2010: Die Bundeswehr hilft den Menschen im Sudan nicht
Empörung über LINKE-Enthaltungen bei Abstimmung über Bundeswehr-Einsatz
24.06.2010: Argumente für die Free-Gaza-Bewegung
Christine Buchholz, friedenspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE., und Niema Movassat, MdB und Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für DIE LINKE. widerlegen Behauptungen der Blockade-Befürworter
Christine Buchholz und Niema Movassat
17.06.2010: Report Mainz: Hörensagen, konstruierte Sinnzusammenhänge und selektive Aussagen
Die Versuche, die Free-Gaza-Bewegung zu kriminalisieren, laufen ins Leere
Christine Buchholz und Niema Movassat
11.06.2010: Vorwürfe gegen Free Gaza sollen vom Angriff auf die Flottille und der Rechtswidrigkeit der Blockade ablenken
Videomaterial zeigt, dass die Behauptungen der israelischen Regierung nicht haltbar sind
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Aufruf "Für eine antikapitalistische Linke"

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ErstunterzeichnerInnen:

  • Sahra Wagenknecht (MdEP, Parteivorstand Linkspartei.PDS)
  • Ulla Jelpke (MdB)
  • Thies Gleiss (Bundesvorstand WASG)
  • Sabine Lösing (Gründungsmitglied und Mitglied im Länderrat der WASG)
  • Tobias Pflüger (MdEP, parteilos)
  • Nele Hirsch (MdB, Linkspartei.PDS)

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