Hartz IV muss weg!
Wir setzen uns für eine starke linke Partei ein, die von
gesellschaftlichem Widerstand getragen wird, weil sie auch Teil
dieses Widerstandes ist. In den letzten Jahren war hier vor allem
die Anti-Hartz-Bewegung von Bedeutung. Gerade deshalb muss die neue
linke Partei Proteste gegen die Hartz-Gesetze unterstützen und
in den Auseinandersetzungen auch weiterhin präsent sein.
Vor allem die jetzigen Diskussionen um die „Reformierung der
Hartz-Gesetze“, die von der Bundesregierung vorangetrieben
werden, werden noch mehr Menschen ins Elend stürzen. Die
Diskussion um die Aussetzung der Mietzahlungen wird zu einer
drastischen Erhöhung von Obdachlosigkeit führen. Frauen,
die ohnehin schon die Verliererinnen dieser Reformnen waren, werden
mit noch schlechteren Lebensbedingungen konfrontiert sein. Die
Abschaffung von Sonderzahlungen für Musikschulunterricht und
Bildungsmittel vertieft die Kluft zwischen „armen“ und
„besitzenden“ Bevölkerungsschichten –
ausgetragen auf dem Rücken der Kinder, geschuldet einer
Perspektive, die durch mangelnden Zugang einer optimalen Bildung
bereits früh verbaut wird.
Wir setzen uns nicht das vorrangige Ziel, die Hartz-Gesetze zu
verbessern, denn das würde bedeuten, sie als Bestandteil eines
unmenschlichen und antisozialen Systems zu akzeptieren. Wir wollen
stattdessen auch weiterhin den Protest dagegen unterstützen.
Dabei geht es uns vor allem auch darum, die Kritik an immer
weiteren Repressionen gemeinsam mit den Betroffenen zu artikulieren
und dagegen zu protestieren.