18.06.2006
Innerparteiliche Pluralität sichern - politische Zusammenschlüsse stärken
Beschluss des bundesweiten Plenums der AG Bildungspolitik beim Parteivorstand der L.PDS vom 17. Juni 2006 zu den zukünftigen Rechten von politischen Zusammenschlüssen, Arbeits/Interessensgemeinschaften und Plattformen
Das bundesweite Plenum der AG Bildungspolitik beim
Parteivorstand der Linkspartei.PDS am 18.. Juni 2006 in Hannover
hat einstimmig den folgenden Beschluss gefasst:
1. Aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft Bildungspolitik muss allen
Mitgliedern und Gruppen auch in der neuen linken Partei die
Möglichkeit gegeben werden, sich in politischen
Zusammenschlüssen, Arbeits- und Interessensgemeinschaften und
Plattformen zu vereinigen, die sich auf der Basis von gemeinsamen
spezifischen sozialen Interessen, bestimmten politischen Themen-
und Tätigkeitsfeldern oder Weltanschauungen bilden, wie es
derzeit im Statut der Linkspartei.PDS geregelt ist.
2. Wir fordern die Mitglieder des Parteivorstandes der
Linkpartei.PDS, des Bundesvorstandes der WASG und der
eingerichteten gemeinsamen Arbeitsgruppe „Organisation und
Statut“ dazu auf, im Entwurf für das Statut der neuen
linken Partei mindestens die folgenden Rechte für bundesweite
politische Zusammenschlüsse, Plattformen und AG/IG’ s zu
verankern:
3. Wir erachteten diese Regelungen als eine
unerlässliche Voraussetzung für eine lebendige Partei, in
der die Positionen in der Mitgliedschaft entwickelt werden und
innerparteiliche Pluralität gesichert ist. Eine Unterscheidung
zwischen angeblich rein sachbezogenen und so genannten
weltanschaulichen Zusammenschlüssen sollte es dabei auch
zukünftig nicht geben. Solch eine Unterscheidung wäre aus
unserer Sicht rein willkürlich und würde in der
Konsequenz zu einer Ausgrenzung von politisch eher unliebsamen
Zusammenschlüssen führen. Etwaige Vorschläge werden
wir deshalb entschieden zurückweisen.
4. Die Sprecherinnen und Sprecher der AG Bildungspolitik werden
dazu aufgefordert, diese Positionierung auch unter anderen Arbeits-
und Interessensgemeinschaften, politischen Zusammenschlüssen
und Plattformen bekannt zu machen und gegebenenfalls ein
gemeinsames Vorgehen vorzuschlagen. Zudem soll insbesondere
innerhalb der WASG über die bisherigen Regelungen in der
Linkspartei.PDS informiert und aufgeklärt werden.