15.05.2012
AKL-Länderrat wählt neue BundessprecherInnen
Treffen in Düsseldorf
Sönke Hundt
Im Januar 2012 war bei dem Treffen in der »Kiezspinne« in Berlin beschlossen worden, die Linke-Strömung AKL (Antikapitalistische Linke) neu aufzubauen: mit einem neuen bzw. überarbeiteten Aufruf, der Wahl von Delegierten in den Landesverbänden, einer Satzung und einem neuen Bundessprecherrat, der den bisherigen »Ko-Kreis« (Koordinierungskreis) ablösen sollte. Am 13. Mai 2012, dem Wahlsonntag in Nordrhein-Westfalen, tagten die in den Landesverbänden frisch gewählten AKL-Delegierten im Kreisbüro der Linken in Düsseldorf. Tagsüber zeigten sich die Genossen aus NRW noch optimistisch: Die Kandidatinnen und Kandidaten, besonders Spitzenfrau Katharina Schwabedissen, wären gut und glaubhaft, die Forderungen richtig und nachvollziehbar, ihre Umsetzung auf den Wahlplakaten und das Engagement der Parteimitglieder im Wahlkampf prima gewesen. Größere Fehler während des Wahlkampfs wären eigentlich auch nicht passiert. Aber – es war allen klar, daß von diesem Wahlergebnis – so oder so – viel abhängen würde.
Den Auftakt des Treffens bildete eine allgemeine Aussprache (»Krise, Krieg und Linke – die Situation der Partei Die Linke vor NRW-Wahl und dem kommen Bundesparteitag in Göttingen«). Ulla Jelpke, Inge Höger, Tobias Pflüger, Thies Gleiss u.a. berichteten ausführlich über die schwierige Situation und die überaus schweren Probleme im Bundesvorstand, in der Bundestagsfraktion und in verschiedenen Landesverbänden.
Der Entwurf für den neuen Aufruf der AKL wurde intensiv diskutiert und wird noch einmal überarbeitet. Endgültig beschlossen wird er auf der nächsten Mitgliederversammlung Anfang 2013.
In den neuen Bundessprecherrat, der die AKL nach außen vertreten soll, wurden gewählt: Dagmar Henn (Bayern), Inge Höger (NRW), Ulla Jelpke (NRW), Thies Gleiss (NRW), Detlef Belau (Sachsen-Anhalt) und Tobias Pflüger (Baden-Württemberg).
Erschienen in: Junge Welt, 15. Mai 2012