01.12.2011

Reaktionen auf die Kandidaturerklärung von Dietmar Bartsch

Quelle: dapd

... Mehrere westdeutsche Landesverbände erklärten am Donnerstag in einer dapd-Umfrage, Bartschs Ankündigung komme zur Unzeit ...

- Der hessische Landesvorsitzende Ulrich Wilken reagierte gleichgültig auf Bartschs Kandidatur: «Das interessiert mich nicht.» Die hessische Linke sei damit beschäftigt, das kürzlich verabschiedete Grundsatzprogramm der Partei in praktische Politik umzusetzen.

- Der Sprecher des baden-württembergischen Landesverbands, Bernd Riexinger, sagte: «Das halten wir einfach für den falschen Zeitpunkt.» Es gebe genügend Sachthemen, wie etwa die Eurokrise oder die soziale Frage, die nun angegangen werden müssten. «Wir haben eine gewählte Führung», fügte Riexinger hinzu. Diese werde auch von der Partei getragen.

- Ähnlich äußerte sich der niedersächsische Landesparteichef Manfred Sohn. «Ich bin mit der gegenwärtigen Parteiführung sehr zufrieden», sagte er. Er habe «kein persönliches Problem» mit Bartsch, allerdings habe dieser eher «verwalterische Fähigkeiten». «Er ist keiner, der als Parteivorsitzender in der Lage ist, Leute mitzureißen», sagte Sohn.

- Die NRW-Linke kritisierte Bartsch ebenfalls. Die Ankündigung «kommt zur Unzeit», sagte Landeschefin Katharina Schwabedissen. Die Wahl der Parteispitze stehe erst im Sommer 2012 an. Wichtiger sei die inhaltliche Arbeit.



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ErstunterzeichnerInnen:

  • Sahra Wagenknecht (MdEP, Parteivorstand Linkspartei.PDS)
  • Ulla Jelpke (MdB)
  • Thies Gleiss (Bundesvorstand WASG)
  • Sabine Lösing (Gründungsmitglied und Mitglied im Länderrat der WASG)
  • Tobias Pflüger (MdEP, parteilos)
  • Nele Hirsch (MdB, Linkspartei.PDS)

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