Nach anderthalb Jahren Programmdebatte wird sich die AKL (Antikapitalistische Linke) am 4. September in Berlin-Wedding zur Programm-Konferenz treffen. Die Mitglieder der Strömung werden eine Bestandsaufnahme zu wichtigen Themen der Debatte machen und den Erfurter Parteitag vorbereiten, auf dem im Oktober das neue Parteiprogramm verabschiedet wird. Die Konferenz soll zudem die Frage aufwerfen, welche Rolle Die Linke in sozialen Protesten spielen soll.
Auf einem der Podien wird es darum gehen, wie Die Linke glaubwürdig bleiben kann. Die Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen wird dort über Mindestanforderungen für Regierungsbeteiligungen sprechen. Zwei weitere Einführungen zu programmatischen Themen wird es vom Friedensaktivisten Tobias Pflüger und Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, geben. Sie werden über konsequente Friedens– und Abrüstungspolitik sowie Kapitalismuskritik und Ziele des demokratischen Sozialismus sprechen.
In der anschließenden Debatte über das Verhältnis der Linken zu sozialen Bewegungen wird darüber beratschlagt, wie die Partei es schaffen kann, aus passivem Unmut bei den Menschen Widerstand zu organisieren. „Uns geht es auch darum zu klären, wie die wichtigen Forderungen, die wir ins Programm schreiben, umgesetzt werden können“, so Inge Höger, Mitglied im Koordinierungskreis der AKL. Es gehe nicht nur um den Programmtext, auch die strategische Ausrichtung der Partei stehe auf dem Prüfstand.
Sonntag, 4.9.2011, 11 – 17 Uhr, Haus der Jugend, Reinickendorfer Str. 55, 13347 Berlin-Wedding
Programm und Wegbeschreibung:
http://www.antikapitalistische-linke.de/article/383.einladung-zur-akl-konferenz.html
Artikel erschienen in: Junge Welt, 9.8.2011
