13.06.2006
Eine emanzipatorische Linke muss antikapitalistisch sein!
Diskussionsbeitrag anlässlich der Veröffentlichung des Beitrages von Katja Kipping, Caren Lay und Julia Bonk zu einer Emanzipatorischen Linken (Freiheit und Sozialismus – Let`s make it real!)
Von Elke Altmann (Freiberg), MdL (Agrarpolitische Sprecherin der
Linksfraktion im Sächsischen Landtag), Stadträtin in
Freiberg, Ines Hetzel (Chemnitz), Sprecherin der AGRel in und bei
der Linkspartei.PDS Sachsen, parteilos., Jens-Eberhard Jahn
(Freiberg/Leipzig), Pers. MA von MdL Altmann, Kreisrat in Freiberg,
Mitglied des Kreisvorstandes der Linkspartei.PDS Freiberg, Sprecher
der AGRel in und bei der Linkspartei.PDS Sachsen, Mitglied des
SprecherInnenrates der AG Christinnen und Christen bei der
Linkspartei.PDS., Thomas Kempe (Brand-Erbisdorf), Stadtrat in
Brand-Erbisdorf, Vorsitzender der BO 4 – Kommunaler Aufbruch,
Stadtvorsitzender der Linkspartei.PDS in Brand-Erbisdorf (KV
Freiberg), Matthias Schreiter (Brand-Erbisdorf), assoziiertes
Mitglied des Kreisvorstandes der Linkspartei.PDS Freiberg, Mitglied
des Vorstandes des Kreisverbands Chemnitz der WASG und Dr.phil.
Klaus-Peter Schwarz (Dresden), Mitarbeiter bei der Linksfraktion im
Sächsischen Landtag.
Es brennt uns unter den Nägeln, noch vor dem Hallenser
Parteitag etwas zu dem bemerkenswerten Papier „Freiheit und
Sozialismus – Let’s make it real“ von Katja
Kipping, Caren Lay und Julia Bonk zu erwidern.
Es steht dabei außer Frage: Das Anliegen,
radikalhumanistische und emanzipatorische Ansätze in unserer
neuen Partei zu verankern, begrüßen wir nicht nur, es
ist uns Herzensangelegenheit! Wir sind ebenfalls der
Überzeugung, dass das o.g. Papier ein weiterer hilfreicher
Schritt in der Programmdebatte ist.
Wir möchten dennoch zweierlei tun: Textkritik üben und
einige uns grundsätzlich erscheinende Inhalte ergänzen,
ohne die eine emanzipatorische Linke nicht dauerhaft wird leben
können.
1. Zur Begrifflichkeit
Ist es geschickt oder auch nur redlich, im Sinne einer
emanzipatorischen Linken, in linkssektiererischer Manier vom
„Trikont“ zu sprechen und drei Seiten weiter
individuelle Rechtsansprüche für „modern“ zu
erklären? Vielleicht soll ja hier eine neue Moderne-Debatte
provoziert werden; daran würden wir uns nicht stören.
Problematisch finden wir es jedoch, durch die Verwendung derartiger
Begrifflichkeiten und die damit verbundenen allergischen Reaktionen
bei dann jeweils einem Teil der Adressaten unnötige Schismen
zu pflegen. Individuelle Rechtsansprüche sind nicht modern (im
historischen Sinne sind sie es vielleicht), sondern angemessen,
notwendig, das Gebot der Stunde. Die „so genannte Dritte
Welt“ oder „der Süden“ sind auch am linken
Sprachgebrauch näher dran als ein wie auch immer definierter
„Trikont“. Eine emanzipatorische Linke sollte gewiss in
vieler Hinsicht über alten Grabenkämpfen stehen, nicht
aber beliebigem begrifflichen Eklektizismus verfallen.
2. Zu den Autorinnen
Es garantiert dem Papier Aufmerksamkeit, wenn es von zwei MdL und
einem MdB, das dazu noch stellvertretende Parteivorsitzende ist,
unterzeichnet ist. Die drei wissen aber: „Daher sind reine
top-down Prozesse […] eine Gefährdung für einen
demokratischen Parteineubildungsprozess.“ Keine Frage: Es ist
das unbestrittene Recht der Autorinnen, ein Papier zu schreiben
bzw. zu unterzeichnen. Es ist jedoch wichtig – und
nötig! -, dass die Debatte um die emanzipatorische Linke keine
elitäre Veranstaltung zwischen Parlamentsmitgliedern bleibt
(im Idealfall mit Presseecho), sondern Angelegenheit auch der Basis
wird. Unser Beitrag soll ein Schritt dahin sein.
3. Zu den AdressatInnen
Stil und Inhalt des Papiers – von seinem unsäglich
„denglischen“ Titel ganz zu schweigen - sind geeignet,
ein tendenziell jüngeres, überdurchschnittlich
gebildetes, städtisches, linksliberal bis linksalternativ
geprägtes Publikum anzusprechen. Das soll nicht kritisiert
werden. Wir erlauben uns jedoch, darauf hinzuweisen, dass es fatal
wäre, würden Themen und Ausrichtung einer
emanzipatorischen Linken eben diesen vorgenannten Milieus
vorbehalten bleiben. Anders als etwa Bündnis ’90/Die
Grünen erhält die Linkspartei zumindest im Osten Stimmen
aus der gesamten Breite der Bevölkerung: auch von älteren
Menschen und auch aus dem Ländlichen Raum. Von Menschen, die
vielleicht in ihrem Leben weder eine „Schwulenkneipe“
noch eine „katholische Gemeinde“ gesehen haben
(abgesehen davon, dass es sich bei der Gegenüberstellung
dieser zwei Sphären u.E. um einen Kategoriefehler handelt).
Dem gilt es stilistisch und inhaltlich Rechnung zu tragen.
4. Zu Grund- und Freiheitsrechten
Liberale BürgerInnenrechte, politische Teilhaberechte sowie
soziale und wirtschaftliche Teilhaberechte bedingen einander.
Dieser Kernaussage des Papiers stimmen wir ohne
Einschränkungen zu, erkennen in ihr aber nichts fundamental
Neues. Es mag bedauerlicherweise so sein, dass diese Erkenntnis zu
Teilen in die Basis (und auch bei Amts- und
MandatsträgerInnen) noch nicht vorgedrungen ist. Es ist
dennoch an der Zeit und geboten, hier konkreter zu formulieren. Wir
werden uns im Folgenden darum bemühen.
4.1 Zur Repressiven Normsetzung
Repressive Normsetzung, permanente Normierung (nicht wie im Papier:
„Normalisierung“) von Lebensentwürfen ist in der
Tat Gegenstand linker Kritik. Auch wenn wir die Gleichsetzung von
Überwachungskameras und Volkszählungen nicht
nachvollziehen wollen: Den autoritären Sicherheitsstaat lehnen
wir selbstverständlich ebenfalls ab. Repressive Tendenzen
haben jedoch in erster Linie ökonomische Ursachen, wie im
Papier „für eine antikapitalistische Linke“
angedeutet. Eine emanzipatorische Linke kann sich nicht in
ökonomischer Abstinenz üben! Eine emanzipatorische Linke
muss gleichermaßen antikapitalistische Linke sein.
Zur Auseinandersetzung mit repressiver Normsetzung gehört
natürlich die Auseinandersetzung mit jedweder Form geforderter
„Leitkultur“. Als später Reflex
soziolinguistischer Defizithypothesen Bernsteinscher Prägung
schwingt bei Linken ebenfalls stets die Betonung mit, wie wichtig
die deutsche Sprache sei. Auch wir halten Sprachkompetenz im
Deutschen für alle in deutschsprachigen Ländern Lebenden
für positiv. Wäre es nicht aber an der Zeit – und
Aufgabe einer emanzipatorischen Linken! – einen
Paradigmenwechsel vorzunehmen und Einwandererpopulationen den
gleichen Minderheitenstatus zuzubilligen wie den autochthonen
Minderheiten? Über Quoren, notwendige Gruppengröße,
Aufenthaltsdauer und –zweck (ein isländischer
Stipendiatsstudent konstituiert natürlich noch keine
isländische Minderheit in Deutschland) sollte gestritten
werden. Ein erster emanzipatorischer Schritt wäre gemacht,
würde das Dogma der alleinseligmachenden Amtssprache Deutsch
in Frage gestellt werden, würde der Staat aufgefordert werden,
die ethnische und sprachliche Realität offiziell anzuerkennen:
So könnten, ähnlich wie Dänisch in Schleswig und
Sorbisch in der Lausitz, auch Türkisch in Kreuzberg, Russisch
im Leipziger Osten oder Italienisch in Nippes zweite, zumindest
„äußere“ Amtssprachen sein. In anderen
Vielvölkerstaaten selbstverständlich, wäre eine
solche Diskussion, getragen von liberalen und emanzipatorischen
Werten, ein Beispiel für praktische Ansätze einer
emanzipatorischen Linken.
4.2 Zum Grundeinkommen
Ein anderer praktischer, transformatorischer Ansatz ist die
Forderung nach einem Grundeinkommen. Das Grundsicherungsmodell der
PDS Anfang der 90er Jahre war im Prinzip ein Grundeinkommensmodell.
Ansonsten sind Grundsicherungsmodelle keine emanzipatorischen
Modelle; sie haben dennoch ihren Wert, genauso wie die Forderung
nach 420 € statt 331 € ALG 2 ihren Wert haben mag, analog
zu Lenins Kampf ums Teewasser. Weiterführend im Sinne einer
emanzipatorischen Linken sind sie nicht. Eine emanzipatorische
Linke sollte daher begriffliche und strategische Klarheit schaffen,
und sich deutlich und unmissverständlich für ein
Bedingungsloses Grundeinkommen in Existenz sichernder Höhe
aussprechen. Ohne dies verschleiernde Zwischenschritte.
4.3 Zur Bildungspolitik
Reformpädagogik und längeres gemeinsames Lernen sind
systemimmanent positiv zu beurteilen; auch Linke argumentieren oft,
in Reformschulen würden die Kinder und Jugendlichen besser als
in herkömmlichen auf das Leben in unserer Gesellschaft
vorbereitet. Wir erkennen an, dass die Vorbereitung auf das Leben
in der Gesellschaft, wie sie jetzt ist, für Jugendliche
zweifelsohne wichtig ist. Wie aber soll die Gesellschaft morgen
sein? Ist es nicht ein Widerspruch zu emanzipatorischen Zielen,
eine große Bevölkerungsgruppe jahrelang wegzusperren,
auch noch in einem Lebensabschnitt, in dem frühkindliche
Neugier nicht mehr und reiferer Forschungsdrang noch nicht
entwickelt sind und in dem, aufgrund der Pubertät, häufig
andere Interessen als durch Lehrpläne erfasste die
SchülerInnen bewegen? Wird ihnen durch die Schulpflicht nicht
das Verfassungsrecht auf Versammlungsfreiheit vorenthalten? Oder
ist die Schulpflicht immer noch – wie im 19. Jahrhundert
– ein sozialer Fortschritt? Hier ist es die Aufgabe einer
emanzipatorischen Linken, über Bielefelder
Reformpädagogik hinaus zu denken und etwa im Sinne
radikalhumanistischer Ansätze z.B. von Ivan Illich über
ganz neue Formen des Lernens und Lehrens nachzudenken.
4.4 Zur Wachstumsideologie
Dreh- und Angelpunkt der Gesellschaft ist, das sollten auch
emanzipatorische Linke nachvollziehen können, die
Ökonomie. Im Zusammenspiel mit anderen Faktoren produziert die
Ökonomie auch den ideologischen Kitt, der die Gesellschaft
zusammenhält. Der Arbeitsfetischismus ist in diesem
Zusammenhang als Teil einer allseits (auch in der Linkspartei)
vorherrschenden Wachstumsideologie zu verstehen, deren
linkskeynesianische Spielarten zwar weiß Gott kurzfristig
gesehen die humansten sind. Längerfristig gilt es – um
den Preis der menschlichen Existenz – den Kapitalismus und
die ihn stützende Wachstumsideologie zu überwinden. Das
kann ganz praktisch aussehen: In ganz Ostdeutschland, wo die Linke
ja auch politischen Einfluss auf verschiedenen Ebenen wahrnimmt,
gibt es ökonomisch und demographisch schrumpfende Regionen:
Wie gehen wir strukturpolitisch damit um? Kämpfe ich hier um
Wirtschaftsstandorte, Arbeitsplätze, Infrastrukturen in der
Hoffnung auf Wachstum? Versuche ich, den Schrumpfungsprozess als
Chance zu sehen für ein entschleunigtes,
menschenwürdigeres Leben? Wie können emanzipatorische
Linke diesen Strukturwandel auf kommunaler und landespolitischer
Ebene gestalten? Dies ist die Nagelprobe linker Politik: Nicht nur
die Menschen von der Wachstumsideologie und ihren nicht
erfüllbaren Versprechen zu emanzipieren, sondern gemeinsam mit
den Menschen, die oft von ganz existenziellen Sorgen geplagt sind,
Wege suchen, jenseits von Wachstum sich zu einem nicht (oder
zumindest weniger) entfremdeten Leben zu emanzipieren.
Diese Thematik betrifft vor allem, aber nicht nur!, die
Ländlichen Räume: Natürlich ist der Strukturwandel
in der Uckermark ein anderer als in Jena oder Dresden.
Natürlich sind daher die Schwerpunkte emanzipatorischer
Politik in Nordvorpommern andere als im Prenzlauer Berg. Aber auch
im Ländlichen Raum spielen bürgerliche Freiheitsrechte
eine große Rolle und Aufbegehren gegen repressive
Normsetzung; für den Erhalt des Ländlichen Raums als
Lebensraum dürfte ein Grundeinkommen unverzichtbar sein; und
das gegenwärtige mehrgliedrige Schulsystem scheitert zuerst im
dünn besiedelten Ländlichen Raum.
Eine emanzipatorische Linke muss sich von der
wachstumsideologischen Mottenkiste emanzipieren. Ziel sollte sein,
den Maximen der Agenda 21 einen antikapitalistischen Rahmen zu
geben und den Ländlichen Raum als Handlungsfeld
linksemanzipatorischer Politik zu entdecken.
4.5 Zur Umweltthematik
Innenpolitisch versiert, ist das „Freiheit und
Sozialismus“-Papier ökologisch abstinent. Dabei ist die
ökologische Frage die wichtigste Frage unserer Zeit: Ohne
Lösung der ökologischen Probleme werden wir uns über
Freiheitsrechte und Zivilgesellschaft bald keine Gedanken mehr
machen können, der Versuch einer Lösung der sozialen
Frage auf Kosten der Umwelt wäre fatal. Ökologie ist auch
ein Thema, dass sowohl Landbevölkerung (deren Kapital, z.B.
für den Tourismus, ja intakte Natur ist; auch nachwachsenden
Rohstoffe dürften ökonomisch zukünftig an Bedeutung
gewinnen) als auch Stadtbevölkerung (und hier insbesondere die
gebildeten linksliberalen Mittelschichten!) interessiert. Die
Überwindung der Ausbeutung von Mensch und Natur – dies
ist das Ziel demokratischer SozialistInnen. Dies aber ist im
Kapitalismus mit dem ihm zugrunde liegenden Zwang zu Profit und
Wachstum nicht realisierbar. Eine emanzipatorische Linke sollte
diese Zusammenhänge erkennen. Ihr Handeln davon leiten lassen.
Und ein Grundrecht auf die Erhaltung der natürlichen
Lebensgrundlagen propagieren!
5. Zur Methode
Die Autorinnen schreiben im ersten Viertel ihres Papiers:
„Eine emanzipatorische Linke darf, wenn sie sich ernst nimmt,
nicht nur ihre theoretischen Grundlagen verkünden. Sie muss
ihre Grundsätze auch bei der Lösung konkreter Probleme
anwenden.“ Und: „Eine emanzipatorische Linke kann in
ihren Methoden nicht von ihren Werten abweichen.“ Wir sind
der Auffassung, dass dies nicht nur im Umgang mit sozialen
Bewegungen gilt oder für die parlamentarische Arbeit, sondern
auch für das innerparteiliche Vorgehen. Tendenzen, dass
Einige, die den Begriff „emanzipatorische Linke“
ebenfalls für sich in Anspruch nehmen, innerparteilich
häufig nicht transparent und emanzipatorisch wirkten, sondern
sich vielmehr durch Bildung von Klüngeln,
Abhängigkeitsverhältnissen, neuen Seilschaften und
autoritärem politischen Stil auszeichneten, sollte von Allen,
denen „emanzipatorische Linke“ mehr als eine
Worthülse ist, begegnet werden. Wir erkennen an, dass Menschen
fehlerhaft sind und Strukturen, wie Parteien es sind, zu gewissen
Verhaltensweisen ermutigen, die mit unserem Selbstverständnis
einer emanzipatorischen Linken nicht vereinbar sind. Welche
Möglichkeiten haben wir, dafür Sorge zu tragen, dass eben
nicht der Zweck die Mittel heiligt, sondern – im Gegenteil
– das Ziel zumindest schon mit dem Weg beginnt und sich
unsere Methoden daher an unseren Zielen zu messen haben? Wir
zitieren noch einmal aus dem Papier: „Wir begegnen
intransparenten Strukturen, hierarchischen Machtverhältnissen
und mangelnden Möglichkeiten, Politik und Lebenswelt selbst
mit zu gestalten.“ Das gilt leider auch für Die Linke,
auch die „real existierende emanzipatorische“. Den
Autorinnen ist zuzustimmen: „Intransparente und
herrschaftliche Methoden konterkarieren jeden noch so
fortschrittlichen Ansatz“.
Die Basis will nirgendwohin „mitgenommen werden“, sie
will und muss mitgestalten. Dies ist emanzipatorisch.
6. Zum Schluss
Diese Debatte ist Vorgeschmack auf die Programmdebatte einer Neuen
Linken. Eine zweite Sozialdemokratie brauchen wir nicht, wir
wünschen uns eine emanzipatorische antikapitalistische Linke.
Eine antikapitalistische Linke kann emanzipatorisch sein, eine
emanzipatorische Linke muss antikapitalistisch sein. In
ökonomischen, sozialen und ökologischen
Zusammenhängen muss die Entfremdung des Menschen
überwunden werden. Dieses Ziel gilt nicht nur einem Milieu,
einer Generation, einer Region. Es gilt, dass dieses Ziel Grundlage
der Programmatik und des Handelns einer Neuen Linken wird. Wir
betonen: des Handelns; taktische Finessen oder rhetorische
Rafinessen aus dem Luftreich der Ideologie dürfen linke
politische Praxis nicht ersetzen. Wir brauchen antikapitalistische
und emanzipatorische politische Praxis. Dafür streiten wir.
Auch und gerade an der Basis.