Zum gestrigen Treffen von Unterstützerinnen und
Unterstützer des Aufrufes „Für eine
antikapitalistische Linke“ erklären Sahra
Wagenknecht, Mitglied im Parteivorstand der
Linkspartei.PDS und Abgeordnete im Europäischen Parlament;
Thies Gleiss, Mitglied im Bundesvorstand der
WASG, Sabine Lösing, Mitbegründerin
der WASG, ehemals Mitglied im geschäftsführenden
Bundesvorstand und aktuell Mitglied im Länderrat der WASG;
Tobias Pflüger, parteiloser Abgeordneter
für die Linkspartei.PDS im Europäischen Parlament und
Nele Hirsch, Mitglied in der Bundestagsfraktion
DIE LINKE.:
Am Sonnabend, den 10. Juni 2006 haben sich rund zweihundert
Unterstützerinnen und Unterstützer des Aufrufs
„Für eine antikapitalistische Linke“ in Berlin
getroffen. Daran haben sowohl Mitglieder beider Parteien als auch
Aktive in Gewerkschaften und sozialen Bewegungen teilgenommen. Auf
dem Treffen wurde nach gut zweistündiger Diskussion zu unseren
politischen Schwerpunkten im Parteineubildungsprozess mit
großer Mehrheit die Erklärung
„Gegenmacht
organisieren - Gesellschaft verändern. Dieses Land braucht
weder eine gespaltene noch eine angepasste, sondern eine starke
antikapitalistische Linke!“ verabschiedet.
Darin fordern wir klare Mindestbedingungen für
Regierungsbeteiligungen. Dies ist für uns eine
unerlässliche Grundlage für Glaubwürdigkeit und
Akzeptanz, und damit letztlich auch für die
Mobilisierungsfähigkeit und die gesellschaftlichen
Einflussmöglichkeiten der neuen linken Partei. Deshalb werden
wir uns im Parteineubildungsprozess entschieden dafür
einsetzen, dass solche Mindestbedingungen programmatisch verankert
werden und ihnen in der realen Politik der neuen Linken Rechnung
getragen wird. Für Regierungsbeteiligungen, die dem Anspruch
anti-neoliberaler Politik ins Gesicht schlagen, muss gelten:
Fortsetzung folgt nicht!
Zweitens werden wir uns für eine konsequente Friedenspolitik
einsetzen. Wir fordern ein klares Nein zu
Militäreinsätzen jedweder Art, auch solchen mit
UN-Mandat. Zugleich muss der Widerstand gegen die zunehmende
Aufrüstung des staatlichen Repressionsapparates sowie die
Bekämpfung von Neofaschismus, Rechtsextremismus und Rassismus
gestärkt werden.
Weitere gemeinsame Schwerpunkte sind der Kampf gegen
Privatisierungen und für die Ausweitung öffentlichen
Eigentums, die Forderung nach radikaler Arbeitszeitverkürzung
bei vollem Lohnausgleich, sowie die Unterstützung der Proteste
gegen Hartz IV. Schließlich werden wir uns für
Pluralität in der neuen Partei, die Aufrechterhaltung der
Arbeitsmöglichkeiten von politischen Zusammenschlüssen
und Plattformen sowie demokratische und geschlechtergerechte
Strukturen einsetzen.
Kontroverse Diskussionen gab es insbesondere zum ersten Abschnitt
der Erklärung „Gegenmacht organisieren, Gesellschaft
verändern“, also zu unserer Haltung zum separaten
Wahlantritt der WASG Berlin. Der verabschiedete Text entspricht der
Position einer großen Mehrheit der Anwesenden.
Wir rufen alle, die unser Ziel einer starken,
mobilisierungsfähigen und damit gesellschaftlich
einflussreichen antikapitalistischen Linken in der Bundesrepublik
teilen, dazu auf, mit uns gemeinsam für die Umsetzung dieser
Forderungen im Prozess der Parteineubildung zu ringen.“
Link zur Erklärung:
http://www.antikapitalistische-linke.de/article/17..html
Kontakt bei Nachfragen:
Telefon: 030-227 73 893
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