26.07.2007

Gründung der AKL in Bremen

Ein Bericht von Klemens Alff

Am Montag, dem 23. Juli, kamen im Café Lagerhaus 34 Leute zusammen, die dem Aufruf gefolgt waren, in Bremen eine Landesabteilung der Antikapitalistischen Linken (AKL) zu gründen. Der Entwurf von Manfred Englisch, der in diesem Forum zu finden ist, diente als Diskussionsgrundlage. Während der Diskussion wurde rasch klar, daß es unproduktiv wäre, eine spezielle Darstellung der sozialistischen Zukunft und der realsozialistischen Vergangenheit mit zur Grundlage zu erheben, da die Vorstellungen darüber einfach zu verschieden sind. Über die anderen Punkte in der bundesweiten Plattform zeigte sich jedoch Einigkeit. Es wurde eine sechsköpfige Gruppe beauftragt, die Plattform für Bremen als Vorlage fertigzustellen.

Verschiedene praktische Vorschläge wurden in den Raum gestellt, so Mobilisierung zur Demo am 15. September gegen die Intervention in Afghanistan; Unterstützung des Streiks der Lokomotivführer; Vorbereitung auf die Kreismitgliederversammlungen der Partei Die Linke.

Ein Koordinierungskreis wurde gewählt. Er besteht aus Loreto Pfannschmidt, Klemens Alff, Manfred Englisch und Wilfried Schartenberg. Die Bezeichnung SprecherInnenrat wurde abgelehnt, da kein politisches Mandat erteilt werden soll. Renate Weber wurde zur Forumsmoderatorin gewählt. Die AKL soll sich anfangs häufiger als monatlich treffen; nächster Termin ist der 28. August.

Leider erklärten die VertreterInnen zweier Gruppen aus unterschiedlichen Gründen vorläufig, nicht mitmachen zu können: die SAV und die BAL. Die Vertreterin der SAV beharrte darauf, die AKL sei nicht breit genug angelegt und deshalb ein weiteres, umfassenderes Bündnis der linken Kräfte in der Partei nötig; zugleich warf sie der AKL jedoch vor, zu beliebig zu sein. Die BAL hatte im Vorfeld der AKL-Gründung den Anspruch erhoben, schon immer die AKL gewesen zu sein und sich dabei auf das Wort "antikapitalistisch" im Namen und persönliche Beziehungen zu einigen bundesweit bekannten Repräsentantinnen der AKL berufen. Diesem Anspruch wollte sich jedoch niemand unterordnen. Die drei VertreterInnen der BAL verließen deshalb das Treffen. Die Tür zur Teilneahme steht jedoch weiterhin offen.

Schließlich trugen sich 22 Personen, davon vier nicht Mitglied der Partei, in die Liste der AKL-Mitglieder ein, die heute mitsamt dem Protokoll dem Landesvorstand vorgelegt wurde. Weitere Personen, anwesende und abwesende, zögern noch.

Es wird in den nächsten Monaten darauf ankommen, eine zwischen Außenarbeit und Parteiarbeit austarierte Praxis zu finden.




Aufruf "Für eine antikapitalistische Linke"

Den Aufruf unterschreiben

ErstunterzeichnerInnen:

  • Sahra Wagenknecht (MdEP, Parteivorstand Linkspartei.PDS)
  • Ulla Jelpke (MdB)
  • Thies Gleiss (Bundesvorstand WASG)
  • Sabine Lösing (Gründungsmitglied und Mitglied im Länderrat der WASG)
  • Tobias Pflüger (MdEP, parteilos)
  • Nele Hirsch (MdB, Linkspartei.PDS)

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