Lafontaine und die sozialdemokratische „Erneuerung der LINKEN“

In seinem Interview vom 11.11. startet Oskar Lafontaine einen Frontalangriff auf die sozialistischen Perspektiven der Linkspartei. Zeitgleich nimmt Sahra Wagenknecht den Rücktritt von Mathias Höhn zum Anlaß für neue persönliche Vorwürfe gegen die Parteivorsitzenden und die Parteibeschlüsse für das Bleiberecht von Geflüchteten.

Von Heino Berg, Göttingen

Weiterlesen

Parasiten im Paradies

Die Paradise Papers offenbaren den kapitalistischen Normalzustand

7,9 Billionen Euro wurden von den Superreichen in die Steuerparadiese der Welt geschafft. Ausgeschrieben: 7.900.000.000.000! Es brauchte keine Paradise Papers, um zu wissen, dass die Konzerne und der KapitalbesitzerInnen gierig sind. Aber der Leak hat – nach den Panama Papers im letzten Jahr – gezeigt, welche Dimension Steuerflucht annimmt. Und dass das alles, oder zumindest größtenteils, mit rechten Dingen zugeht, macht die ganze Sache umso schlimmer.

Von Sascha Staničić

Weiterlesen

Wir trauern um Dominic Heilig

Der BundessprecherInnenrat der Antikapitalistischen Linken (AKL) drückt seine Bestürzung und Trauer über die Nachricht des Todes von dem Parteivorstandsmitglied und Genossen Dominic Heilig aus. Völlig überraschend ist Dominic im Alter von nur 39 Jahren verstorben. Wir wünschen seiner Familie, seinen Freundinnen und Freunden in dieser schweren Stunde viel Kraft.

Leider kein Aufbruchssignal!

Stellungnahme zum Umgang mit den Anträgen von AKL und Linksjugend beim Braunschweiger Landesparteitag vom 28.10.2017

Der LandessprecherInnenrat der AKL Niedersachsen bedauert ebenso wie ein Sprecher der Linksjugend in seiner gestrigen, persönlichen Erklärung, dass auf dem Braunschweiger Landesparteitag der LINKEN jede inhaltliche Antragsdebatte über die Auswertung der Bundes- und Landtagswahlen mit bürokratischen Methoden verhindert worden ist.

Weiterlesen

Der aktuelle Machtkampf in der Linkspartei lenkt von den eigentlichen Ursachen ab

Ein Kommentar von Jürgen Aust

 

Konflikte, Intrigen und Machtkämpfe in linken bzw. sozialistischen Parteien sind so alt wie ihre Geschichte. Zu Zeiten Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts hat der Konflikt zwischen einem reformistischen und einem revolutionären Flügel in der SPD nach Jahren innerparteilicher Kämpfe um einen sozialistischen Kurs zur Abspaltung eines Teils der Partei geführt, der zunächst zur Gründung der USPD und kurze Zeit später zur Gründung der KPD führte. In der deutschen Nachkriegsgeschichte gab es innerhalb der SPD ebenfalls konfliktreiche Auseinandersetzungen über den Kurs der Partei, die mit ihrem Mehrheitsflügel die Anpassung an das kapitalistische System und die westliche Allianz durchsetzen konnte und die innerparteiliche Opposition wie u.a. Wolfgang Abendroth, den SDS und hunderte ihrer dissentierenden Mitglieder auf kaltem Wege aus der Partei ausschloss. Es ging immer um den in allen sozialistischen bzw. kommunistischen Parteien vorhandenen Konflikt zwischen zwei Linien:  einem systemimmanten bzw. reformistischen und einem auf die Überwindung des kapitalistischen Systems orientierenden antikapitalistischen Flügel.

Weiterlesen