Medien- oder mitgliedergelenkte Partei?

Oder: Sloganwettbewerb fürs Schaufenster

Wir leben im Medienzeitalter“ ist ein gern genutzter Begriff in den Spitzengremien unserer Partei, um beispielsweise zu erklären, warum diese oder jene Debatte nicht beim Parteitag geführt werden sollte. Das Argument wurde auch genutzt, um vor der Kandidatenaufstellung bei den Landesvertreterversammlungen Spitzenkandidat*innen für die Bundestagswahlen durch den Parteivorstand zu nominieren. Die Medien würden das so erwarten. Wir stellen nicht in Abrede, dass bürgerliche Medien eine Personalisierung komplexer politischer Prozesse erwarten und die Aussagen der LINKEN verkürzen und entstellen. Wir stellen in Abrede, dass unsere Partei sich zunehmend an bürgerliche Normen anpassen muss und dafür demokratische Rechte der Mitgliedschaft schleift.

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Rede von Lutz Getschmann zu 199 Jahre Karl Marx

Liebe Freundinnen und Freunde,

liebe Genossinnen und Genossen,

Karl Marx hat in einer seiner Frühschriften, genauer: in seiner Einleitung zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie 1844, die Hegelsche Dialektik vom Kopf auf die Füße gestellt und endete in seiner in dieser Schrift zu Papier gebrachten Kritik der Religion bei der Lehre, dass der Mensch das höchste Wesen für den Menschen sei und damit bei dem kategorischen Imperativ, „alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“.

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NRW-Wahl: Schulz-Zug entgleist

CDU profitiert von ökonomischer Lage – „Bitterer Erfolg“ für DIE LINKE

Mit der Wahl in Nordrhein-Westfalen konnte die CDU auch die dritte Landtagswahl in diesem Jahr für sich entscheiden. Der Hype um den neuen SPD-Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten Martin Schulz ist einem Katzenjammer gewichen. Manche Kommentatoren sehen die Bundestagswahl schon entschieden. Statt einem Wechsel sieht zur Zeit tatsächlich mehr danach aus, dass Angela Merkel weiterhin Kanzlerin bleiben kann, möglicherweise in einer Koalition mit FDP und Grünen. DIE LINKE gewinnt und verliert zugleich. Vier Monate vor den Bundestagswahlen stellen sich viele Fragen.

Von Sascha Staničić und Claus Ludwig

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Warum das Bewahren eines sozialistischen Profils für die Partei DIE LINKE eine antifaschistische Aufgabe ist

Von der Selbstdemontage der linken Parteien in der Regierungsverantwortung profitieren rechte Kräfte. Von Ulla Jelpke

Aller Voraussicht nach wird mit der »Alternative für Deutschland« (AfD) bei den Bundestagswahlen im Herbst erstmals eine rechts von der Union stehende, offen völkisch-nationalistisch auftretende Kraft ins Parlament einziehen. Für Die Linke als Partei mit explizit antifaschistischem Selbstverständnis ergibt sich daraus sowohl im Wahlkampf als auch bezüglich ihrer Rolle im nächsten Bundestag eine besondere Aufgabenstellung. Weiterlesen

Kein Signal für Rot-Rot-Grün

Bericht zur Sitzung des LINKE-Parteivorstandes am 1. und 2. April 2017. Von Lucy Redler und Thies Gleiss

Am Wochenende vom 1. und 2. April 2017 tagte der Parteivorstand der LINKEN. Die Sitzung war durchschnittlich gut besucht (es fehlen bei PV-Sitzungen in der Regel zwischen 25 und 30 Prozent der gewählten PV-Mitglieder, in Zeiten von Wahlkämpfen und bei zunehmender Ämterhäufung nimmt dieser Anteil eher zu). Weiterlesen